Wasserwirtschaft und Ökologie:
kein Widerspruch bei den Maßnahmen des Schwalmverbandes

Das Zeitalter des rein technischen Ausbaus der Gewässer war von den Bedürfnissen der Menschen nach Hochwasserschutz und einer verbesserten Nahrungsmittelproduktion geprägt.

Mit der Sicherung der landwirtschaftlichen Nutzflächen gingen Flurbereinigungsverfahren einher, Bachläufe wurden begradigt und verkürzt, um den schnellen Abtransport des Wassers zu ermöglichen.

Mit steigendem Wohlstand, landwirtschaftlichen Überproduktionen und dem wachsenden Verständnis für ökologische Zusammenhänge zwischen Gewässer und Aue setzte ein Umdenkprozess ein. Die Umgestaltung von Gewässern orientiert sich heute am naturnahen Zustand der Gewässer und ihrer Auen.

Als Leitfaden zur naturnahen Gewässerentwicklung wurde Mitte der 80er Jahre die Untersuchung "Aktivierung der Schwalm" in Auftrag gegeben. Dieses Konzept sollte den zum damaligen Zeitpunkt aktuellen Zustand des Gewässersystems beschreiben sowie die grundlegende Diskussion von ökologisch und wasserwirtschaftlich (Hochwasserschutz) orientierten Maßnahmen zur Ableitung ausgewogener Handlungsentscheidungen herausarbeiten. Diese Studie ist bis heute wegweisend, ihre Ergebnisse finden nicht nur beim Schwalmverband Anwendung.

Ein Konzept zur Gewässerzustandsverbesserung wurde im Projekt "Aqua-Planning-Schwalm" realisiert.

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