Ausbau des Beeckbachs
Naturnahe Gestaltung des Baches zwischen Erkelenz und Wegberg 
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Ausbau des Beeckbachs
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Bis zum Beginn des letzten
Jahrhunderts lag die Quelle des Beeckbaches in Wegberg-Moorshoven.
In den 20er Jahren wurde er im Zuge der Flurbereinigung bis zur
Kläranlage in Erkelenz verlängert und gradlinig ausgebaut.
Grund für diese Maßnahmen waren die ungeregelten Vorflutverhältnisse,
die zu häufigen Überschwemmungen der angrenzenden Ackerflächen
nach starken Regenfällen geführt haben, sowie die Ableitung
der geklärten Abwässer aus Erkelenz.
Eine weitere Maßnahme zur Regulierung der spontan auftretenden
Flutereignisse war die Anlage von Hochwasserrückhaltebecken.
Bereits in den 70er Jahren wurde der Mühlenteich der Ophover
Mühle als Hochwasserschutzanlage umgestaltet. Zusätzlicher
Speicherraum wurde mit der Errichtung der Becken am Grenzlandring
im Jahre 1980 und an der Stadtgrenze zu Erkelenz im Jahre 1984 geschaffen.
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Zunehmende Belastungen des Beeckbaches wie die explosionsartige Ausweitung
der Siedlungsgebiete, die damit verbundene Bodenversiegelung sowie die
Intensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung machten nun weitere Maßnahmen
zur Sicherstellung des Hochwasserschutzes notwendig.
Diese werden heute gemäß der "Richtlinie für naturnahen
Ausbau und Unterhaltung der Fließgewässer in Nordrhein-Westfalen"
durchgeführt. Der Ausbau erfolgte nicht nur unter wasserwirtschaftlich-technischen
Gesichtspunkten, sondern beinhaltet auch eine Reihe von ökologischen
Verbesserungen.
Die Ziele der naturnahen Gestaltung sind:
- Sicherstellung des Hochwasserschutzes der der Wegberger Ortslagen
Rath-Anhoven, Schönhausen, Bissen und Moorshoven sowie der
angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen durch Schaffung
von zusätzlichen Speicherräumen
- Entfesselung des Baches und Wiederherstellung eines naturnahen
Gewässerverlaufes mit feuchten Mulden, Stillgewässern
und Überschwemmungsbereichen bei gleichzeitiger Verringerung
der Fließgeschwindigkeit
Aufhebung von verrohrten Abschnitten und betonierten Profilen
sowie Verringerung der Zahl der Überfahrten und Öffnung
von Einengungen
- Verringerung der Gewässerbelastung aus der Landwirtschaft
durch Schaffung von Uferrandstreifen als Pufferzone mit Filterfunktion
- Vernetzung von Lebensräumen durch Herstellung neuer wertvoller
Biotope, um die Wanderung und Ausbreitung vieler Tier- und Pflanzenarten
zu ermöglichen
- Aufwertung des Landschaftsbildes durch Anlage von vielfältigen
Biotopstrukturen
- Erhöhung des Erholungswertes und der Erlebbarkeit der Gewässerlandschaft
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Renaturierter Beeckbach
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