Fischaufstiege 
Ein wesentlicher Bestandteil der hiesigen Kulturlandschaft stellen die
Wassermühlen der Schwalm dar. Die Stauanlagen dieser Mühlen
sind jedoch gleichzeitig ökologische Barrieren, die eine ungehinderte
Durchwanderbarkeit für Fische und sonstige aquatische Organismen
verhindern. Zielsetzung des Schwalmverbandes ist es, entsprechend konstruierte
Fischaufstiege einzurichten, die diese ökologische Durchgängigkeit
wieder herstellt. An der Brüggener und an der Borner Mühle sind
daraufhin im Jahr 2001 entsprechende Fischaufstiegsanlagen gebaut worden.
Eine möglichst naturfreundliche Gestaltung des Umgehungsgerinnes
als Kombination von Rauhbettgerinne und Beckenpass war oberstes Ziel dieser
Baumaßnahme. Bei einem zu überwindenden Höhenunterschied
von jeweils etwa 1,50m wurde angestrebt, eine höchst mögliche
Strukturvielfalt hinsichtlich Querschnitt, Strömung und Wassertiefe
zu erzielen. Die jeweils im Umgehungsgerinne integrierten Becken werden
durch sog. Rauhbettgerinne-Strecken verbunden. In diese sind zusätzlich
große Störsteine eingebaut, die den erforderlichen Energieabbau
hervorrufen und gleichzeitig Strömungsschatten als Ruhezonen für
aufsteigende Gewässerorganismen entstehen lassen.
| Die erste Funktionskontrolle
beider Fischtreppen, etwa drei Monate nach Fertigstellung, zeigte
bereits hervorragende Ergebnisse. Bei einer jeweiligen Fangdauer
von ca. 20-30 min. wurden durch Elektro-Befischung an der Brüggener
Mühle 126 Fische und an der Borner Mühle 153 Exemplare
verschiedenster Fischarten gezählt. |
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Fischzählung
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