Ausbau des Sittardgrabens 
Der Sittardgraben ist ein temporär wasserführendes Gewässer,
das wegen des großen Grundwasserflurabstandes keinen grundwasserbürtigen
Abfluss besitzt. Bei stärkeren Regenfällen kam es in der Vergangenheit
immer wieder zu einem plötzlichen Anstieg des Abflusses, der bereits
einen Gewässerausbau (1. Bauabschnitt) in den Jahren 1987/88 erforderlich
machte. Hierbei wurde auf der Grundlage eines 20-jährlichen Regenereignisses
die Anlage eines entsprechenden Rückhaltebeckens aus Hochwasserschutzgründen
realisiert.
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Sittardgraben im Frühjahr
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Sittardgraben im Herbst
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Im Jahre 2001 erfolgte dann der zweite Bauabschnitt mit der Zielsetzung,
die wasserwirtschaftlichen und ökologischen Belange in Einklang zu
bringen. Durch den Ankauf eines entsprechend breiten Ackerstreifens parallel
zum Sittardgraben war es nun möglich, das Gewässerprofil insgesamt
deutlich aufzuweiten. Die Schaffung eines naturfreundlich gestalteten
Gewässerabschnittes mit gegliederten Querschnitten sowie tiefen Randmulden
und Flachwasserzonen erhöhen den Strukturreichtum wesentlich und
bieten gleichzeitig neue Lebensräume für eine natürliche
Pflanzen- und Tierwelt. War das Gewässer vormals auf eine maximale
Breite von 3 m begrenzt, so sind jetzt Querschnitte entstanden, die eine
Gewässerbreite von ca. 20 m aufweisen. Am Ausbauende wird nun die
Weitergabemenge in den verrohrten Abschnitt in der Ortslage Merreter so
gedrosselt, dass ein entsprechender Retentionsraum von 4.000 m³ Größe
im stark aufgeweiteten neuen Gewässerprofil wirksam wird. Dies hat
eine Dämpfung der Abflussspitzen zur Folge und trägt somit den
Ansprüchen des Hochwasserschutzes voll Rechnung. Eine abschließend
durchgeführte Bepflanzung dient nicht zuletzt einer Biotopvernetzung,
die bisher im überwiegend ackerbaulich genutzten Umfeld gänzlich
fehlte.

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